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EU und Weltmarkt

Der Anstieg in der Weltschweineproduktion hält weiter an. Nach Angaben der FAO wurden 2005 fast 1,30 Mrd. Schweine und damit um rd. 1,5 % mehr als im Jahr 2004 geschlachtet. Auch weiterhin ist mit einer steigenden Tendenz zu rechnen. Wobei die größten Zuwächse der vergangenen Jahre in Asien festzustellen waren, dort konnte man mit wachsendem Wohlstand große Verbrauchsteigerungen erzielen.

Im Jahr 2005 betrug Asiens Anteil an der gesamten Weltproduktion rund 57 %, gefolgt von Europa mit 25 % und Nord- und Zentralamerika mit 12 %. D.h. Europa musste ‚Marktanteile’ an Asien abgeben. Dort ist der Anteil um rund 2% Punkte ausgebaut werden.

Abbildung 1: Verteilung der Weltschweineproduktion

 Quelle: FAO

Im Jahr 2006 betrug die Bruttoeigenerzeugung von Schweinen in der EU-25 knapp 245 Millionen Stück. ´Dabei ist in den alten Mitgliedsstaaten die Produktion mit 205 Mio. Stück in etwa gleich geblieben. Die fünf größten Produzenten in der EU sind bis dato Deutschland, Spanien, Frankreich und Dänemark, gefolgt von Polen und den Niederlanden. Dabei hat sich das Wachstum  von Spanien und Dänemark der letzten Jahre doch erheblich eingebremst. In Deutschland herrscht wieder eine erheblich positivere Stimmung vor und man kann wieder Marktanteile aufholen.

Abbildung 2: Bruttoeigenerzeugung in der EU von SChweinefleisch (1.000 t Schlachtgewicht)

Quelle: ZMP anch EUROSTAT

Abbildung 3: Pro Kopf verbrauch in kg in der EU

Quelle: ZMP nach EUROSTAT

Im EU-Durchschnitt lag der Pro-Kopf-Verbrauch (siehe Abb.3) an Schweinefleisch im Jahr 2006 bei 42,5 kg. Den höchsten Pro-Kopf-Verbrauch wies Zypern mit 74,4 kg auf, gefolgt von Spanien mit 60,6 kg, Österreich mit 56,4 kg und Dänemark mit 56,2 kg.

Abbildung 4: Entwicklung der Selbstversorgung in der EU von 1990-2006

Quelle: ZMP nach EUROSTAT

Der Selbstversorgungsgrad (siehe Abb. 4) in der EU liegt in den letzten Jahren ständig über 100%. Innerhalb der Staaten gibt es aber beträchtliche Unterschiede. Daraus resultiert auch der EU-interne Handel, wobei vor allem Dänemark und die Niederlande eine beträchtliche Überversorgung aufweisen und die Hauptzuschussmärkte Deutschland, Italien und Großbritannien bedienen. Gerade Dänemark hat eine entscheidende Rolle am Weltmarkt eingenommen. Aber auch Spanien ist vom internationalen Exportmarkt nicht mehr wegzudenken.